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Castelvechhio und die Arena in Verona

in Schlösser, Burgen, Kirchen und Klöster 30.09.2005 20:24
von Twiggy | 142 Beiträge
Hallo zusammen,

jetzt verschleppe ich euch kurz nach Verona!

Dort habe ich die Arena, zwar nur am Rande, dafür aber das Castelvechhio ein wenig genauer unter die Linse genommen.
Schade, dass ich so wenig Zeit hatte, vielleicht schaffe ich es im Herbst nocheinmal, mit einigen Details.


Castelvechhio

Die am Rande der Altstadt gelegene, eine im Kern mittelalterliche Burganlage, in deren Architektur die venezianische Hoheit, sowie die österr. Besatzung ihre Spuren hinterließen, bietet mit ihren mächtigen Ziegelmauern, Wachtürmen und Zinnen, sowie der weit gespannten Fluchtbrücke - Ponte Scaligero - über die Etsch, ein beeindruckendes Bild des Festungsbaus.

Bis jetzt ist das hier frostige Klima zu spüren, das zur Regierungszeit Cangrande della Scalas II. in Verona herrschte.
Die innerpolitischen Spannungen hatten sich 1354 derart verschärft, dass der Fürst in nur zwei Jahren diese Festung aus dem Boden stampfen ließ in der er sich dann verschanzte.
Über Jahrhunderte hinweg diente die Festung als Residenz der Machthaber von Verona.
Nachdem die Anlage im 2. Weltkrieg schwer in Mitleidenschaft gezogen worden war, führte der venezianische Archtiekt Carlo Scarpa 1958, ein spektakuläres Wiederaufbauprojekt durch und verhalf so dem seit 1923 dort ansässigen Museum, zu einem glanzvollen Rahmen.

Arena

Im Jahr 30 n. Chr. fertig gestellt und eines der ältesten Apmphiteater Italiens. Bietet Platz für 25000 Zuschauer. Schon ab dem frühen 19. Jh nutzte man die Arena für Konzertaufführungen. 1913 wurde hier, anlässlich des 100. Geburtstages von Verdi Aida in Szene gesetzt.

In der Antike hingegen diente der Bau blutiger Gladiatorenspiele und Tierhetzen. Im Mittelalter nutzte man die Arena als "Steinbruch", gleichzeitig fanden hier Schauprozesse gegen vermeintliche Ketzer statt, die dann an Ort und Stelle hingerichtet wurden.
Die Arena, in ihrer heutigen Gestalt ist nur mehr ein Torso des röm. Amphitheaters. Einst wurde das weite Oval des Zuschauerraums mit seinen 44 Sitzreiehn von einer äußeren Ringmauer umgeben, von der nach einem Erdbeben im Jahre 1183 nur noch vier Bögen, die sog. Ala im Norden, erhalten blieben.
Die zweigeschossigen Arkaden, die heute die 139 m lange und 110 m breite Ellipse umschließen, bildeteten also ursprünglich den "inneren" Stützapparat des Bauwerkes......

Hier könnt ihr mehr Fotos sehen:

http://www.hofmann.tv/arenacastel


lg
Twiggy



...ich geb mich nur dem Motivzauber hin...

zuletzt bearbeitet 04.12.2005 20:24 | nach oben springen

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